Ein Tolles Lichterfest erfreut sich über viele Besucher

Drei positive Komponenten können beim erfolgreichen 5. Lichterfest angewandt werden: stimmungsvoll, genüsslich und helfend. Stimmungsvoll das war nicht nur die schöne Lichteratmosphäre um das geschmückte Bürgerhaus, die liebevoll hergerichteten Häuschen, sondern das waren auch die gelungenen Auftritte aller Musizierenden.
Den Auftakt dazu machten die Kienholzmusikanten. Erfrischend musikalisch waren ebenso die Auftritte der Kinder des Kindergartens St. Georg und der 3. Klasse der Grundschule. Immer wieder gerne gehört werden auch die klingenden Jagdhorninstrumente.
Genüsslich, ja, das war das Angebot der teilnehmenden Vereine allemal. Da gab es beispielsweise ,,Pfälzer Burger. Auch reißenden Absatz fanden die übrigen schmackhaften Grillspezialitäten, Sandwiches, Flammkuchen und die im Kontrast dazu süßen Waffeln. Ein reizvoller Glühwein-Punschduft überzog das einladende Lichterfestumfeld.
Helfend, auch das war das Lichterfest. Die von Sigurd Bratzel mit den Motorsägen kunstvoll geschnitzte Bank mit Adler- und Eulenemblemen ersteigerte der Münchweilerer Herold Cronauer. Die Vorsitzende des Kultur-und Verkehrsvereines (KVV), Ulrike Kästner darf demnächst an die Regenbogen-Kinderhilfe satte 660 Euro für die Bank überreichen. Soviel hatte der neue Besitzer für die tolle Sitzbank geboten. Also wird mit diesem Geld den Kindern geholfen. Sehr vielseitig und mit besonderem Flair präsentierte sich einmal mehr die Hobbykünstlerausstellung im Bürgerhaus. Die selbsthergestellten Unikate ließen so manches „Einkaufsherz" höher schlagen. Und höher schlugen auch jene Herzen, die sich auf die zu einem „Separé" umgestaltete Bühne im Bürgerhaus begaben, um sich "die Karten legen zu lassen". Eine interessante Neuheit im Lichterfestangebot. Besonders erwähnenswert ist noch der Nikolaus: Er hatte einige Säcke voller Geschenke für die Kinder dabei, die keinerlei Berührungsängste mit dem toll aussehenden Nikolaus hatten.
Das Resümee von Ulrike Kästner, die sich ausdrücklich bei ihren Mitstreitern Timo Bäuerle, Michaela Meyer-Wilkes und Klaus Zimmermann bedankte (der Nikolaus hatte auch für diese ein Präsent) war mehr als zufriedenstellend. Und Ortsbürgermeister Georg Denz brachte es auf den Punkt: "Es ist ein schönes Fest, mit dem wir in eine schöne, besinnliche Zeit starten. So soll es auch sein." (Teu)

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"Blick ins Gräfensteiner Land - Ausgabe 49/2014
Donnerstag, den 4. Dezember 2014
Seite 11


Liebeleien, Ehefrust und ein Toter im Garten

„Kienholzraspler“ sorgen mit „Liebeslust mit Todesfolge“ für Heiterkeit.
Die Premiere des Dreiakters „Liebeslust mit Todesfolge“ wurde zu einem unterhaltsamen, wenn auch nicht ausverkauften Theaterabend im Bürgerhaus Münchweiler. Auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ stand die Laienspielgruppe „Kienholzraspler“ im 23. Jahr ihres Bestehens. Sichtbare Spielfreude, hohe Konzentration bei den vielen Texten und manch lustiger Klamauk bescherten dem Publikum einen vergnüglichen Abend.

Zum Geschehen – ohne den Ausgang zu verraten, denn der soll auch noch für die übrigen drei Aufführungen spannend bleiben: Zwei Arbeitszimmer in einem Raum, das kann nicht gutgehen. So ist es auch. Denn weil in der Klinik von Dr. Nicole Wichtig (Elisabeth Völlinger) umgebaut wird, hat diese kurzerhand ihren Patientenempfang ins Wohnzimmer verlegt. Da dies der größte Raum im Haus ist, arbeitet hier auch ihr Mann Bernd (Thomas Kaminski). Er ist gerade in einer „Lebensphasen-Findung“. Mal ist er Maler, mal Schriftsteller. Und das seit zehn Monaten ohne Erfolg. Das nervt die erfolgreiche Ärztin als Alleinverdienerin. Er sieht seinen Arbeitsausstand als „seine Rückkehr in den Uterus“ an; sie fordert ihn deshalb auf, „dann räume deinen Uterus endlich auf.“ Der Streit ist täglicher Begleiter. Die junge Ehe hängt am seidenen Faden.Die Probleme steigern sich, weil er noch Tante Dorle (Gabi Cronauer) in die Ehe eingebracht hat. Sie läuft ständig neben der Spur, sieht alles und angeblich doch nichts. Tante Dorle ist jedoch fixer als alle denken. Ihr Leben besteht darin, sich auf den Tanztee vorzubereiten. Erschwerend taucht das Edel-Callgirl Chantal (Gudrun Busch) auf. Eine „Zwei-Tages-Fliege“ aus einem Schriftstellerseminar-Besuch von Bernd. Chantal übt gerade mal ihren (bezahlten) Callgirl-Job aus: Alter Herr soll mittels Vergnüg(ung)en aus der Arbeitswelt herausgeholt werden, damit sein Sohn freie Hand hat im eigenen Betrieb. Chantal erinnert sich an Bernd und will, zusammen mit dem reichen, alten Willi (Karl-Heinz Boos), ein Zelt in Bernds Obstgarten aufschlagen. Bernd wehrt ab, aber Chantal setzt ihn mit dem Hinweis auf das gemeinsam Erlebte unter Druck. Er gibt nach.
Mit dem Erscheinen des jungen Assistenzarztes Sebastian (Michael Rösel) kehrt etwas „Praxisentspannung“ bei Dr. Wichtig ein. Sebastian hat sofort ein Auge auf Bernds Tochter Bella (Jutta Strassel) geworfen. Was wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Letztendlich tummelt sich noch die hochschwangere Valerie (Jutta Littig) in dem Chaos von Haus- und Praxisbesetzung. Valerie will nach sechs Kindern auch einmal modern, nämlich unter Wasser, gebären. Unmöglich im (Arzt-)Wohnzimmer.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf, Chantal und Willi zelten im Obstgarten. Tante Dorle, ansonsten äußerst kurzsichtig, kann vom Speicherfenster aus in den Obstgarten schauen und sieht, da stimmt was nicht. Und alles was sie sieht, was ihr suspekt vorkommt, erzählt sie der Ärztin. Die aber glaubt, dass es um nachgestellte Handlungen für den neuen, in Arbeit befindlichen Krimi ihres Ehemanns geht. Soweit so gut oder so schlecht.

Das totale Chaos beginnt: Dr. Wichtig muss zu einem Notfall. Den gibt es auch zu Hause: Willi liegt nackig und tot im Obstgarten. Chantal ist verzweifelt, Bernd nicht weniger ratlos. Wohin mit der Leiche? Zu allem Überfluss setzen Valeries Wehen früher ein und nirgends gibt es eine Badewanne zum Entbinden. Bella besorgt noch schnell ein Plastikplanschbecken und bläst es auf. Zu klein, wie man sich denken kann. Willi soll fortgeschafft werden und Dorle sucht unbeirrt nach passender Tanztee-Bekleidung.

Ob Dr. Wichtig und Bernd ein Paar bleiben, der tote Willi beiseite geschafft werden kann, Valerie im Wasser entbindet, Bella und Sebastian sich finden, oder ob Tante Dorle gar zum Tanztee stilecht gekleidet gehen kann, das können die Zuschauer im dritten Akt der Komödie erfahren, die noch dreimal zu sehen ist.

AUFFÜHRUNGEN
Freitag,07.11. 20 Uhr ;  Samstag,08.11. 20 Uhr ;  am Sonntag, 09.11. ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen, um 16 Uhr beginnt die Theateraufführung. (mt)

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 258
Freitag, den 7. November 2014
Seite 16


Obst-und Gartenbauverein zieht positive Beteiligungsbilanz

Der Vorsitzende des Obst-und Gartenbauvereins, Franz Arnegger freute sich am Sonntag, dass rund 250 Fenster, Balkone und Gartenanlagen bewertet werden konnten, die sich am Blumenschmuckwettbewerb beteiligten. Davon erhielten 170 Bewerber Punkte, die zur Einladung der kleinen Feierstunde ins Bürgerhaus führten. Eine Geiselberger Kommission sei mit Vertretern des Vereines durch den Ort gegangen, um den Blumenschmuck oder die moderne Gartengestaltung zu bewerten, informierte Arnegger. Für Arnegger ist die hohe Beteiligung ein schöner Beweis gelebter Dorfverschönerung. Umsomehr war er auch darüber erfreut, dass nahezu alle Preisträger beim Ehrennachmittag anwesend waren.

Für Ortsbürgermeister Georg Denz ist es jedes Jahr wieder schön, wenn man zur Preisverleihung käme, obwohl die „Herbststimmung“noch nicht eingestellt habe. Er dankte dem Verein für das Engagement zur Verschönerung des Dorfes; aber auch den Teilnehmern, die diese aktiv umsetzten. Er dankte allen, die den Ort „sauber und attraktiv halten.“ Den Obst-und Gartenbauverein, der sich alljährlich auch am Kienholzfest einbringt, bezeichnete Denz als „zuverlässigen Partner der Gemeinde.“ Die Vertreter der Kommission aus Geiselberg zeigte sich beeindruckt von dem hier angetroffenen und von ihnen zu bewertenden Blumenschmuck.

Die Preisträger für den schönsten Blumenschmuck 2014 sind:

  • Familie Paul Kranz für Balkongestaltung; Edith Vogt für die Fensterpräsentation, Hubert Schönfelder für die regionale Gartenanlage und Ilse Helfrich für die moderne Gartengestaltung.

Mit einer interessanten Power-point-Präsentation zeigte Arnegger den Anwesenden die bewerteten Blumen-und Gartenanlagen. (Teu)

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Blick ins Gräfensteiner Land
Marianne Teuscher

 

 


Großzügige Kienholzfrauen

Jeweils 250 Euro für guten Zweck

Die Kienholzfrauen sind nicht nur rührig, was das Pflegen der Gesellschaft betrifft. Katja Emrich, die Initiatorin der lockeren Gemeinschaft, überreichte bei einem kürzlichen Treffen zu Wein und Zwiebelkuchen zwei Spenden.

250 Euro gingen an Philipp Bischoff aus Clausen, den Junior-Vorstand des Vereins „kleine Schritte tun“. Das Geld soll einem 16-jährigen Jungen zugutekommen, der an Mukoviszidose erkrankt ist. Bischoff selbst informierte die rund 30 anwesenden Frauen näher über die Krankheit. Der Jugendliche, dem nur noch eine Lungenleistung von 13 Prozent verbleibe, habe den Wunsch, sich ein Moped zu kaufen, weil ihm das Radfahren unmöglich ist.Weitere 250 Euro überreichte Emrich an Ulrike Kästner, die Vorsitzende des Kultur- und Verkehrsvereines, dem die Kienholzfrauen unterstellt sind. „Damit von unserem gesammelten Geld auch etwas im Ort bleibt“, sagte Emrich. (mt)

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 216
Mittwoch, den 17. September 2014
Seite 21


Der „Kitt der Gesellschaft“

Fußballclub feiert 100-jähriges Bestehen – Ehrenmitglieder ernannt – DFB-Vize Drewitz gehört zu Gratulanten

„Mit Tradition in die Zukunft“: Unter diesem Motto feierte der Fußballclub Münchweiler (FCM) sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festabend im Bürgerhaus. Zu den Gratulanten gehörte auch der Vize-Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Hans-Dieter Drewitz, der betonte, dass 100 Jahre „etwas Gewaltiges“ sind.

Der Männergesangverein „Harmonie“ unter dem Taktstock von Bernhard Haßler brachte es mit einem Liedvortrag auf den Punkt: „Schön ist das Leben, von Freunden umgeben, denen man vertrauen kann. Was immer kommen mag, heut’ ist ein Freudentag,...“. Und für den FC Münchweiler war es ein wirklicher Freudentag. Auch weil in diesem Jahr etwas eingetreten ist, dass der Vorsitzende Matthias Belzer und seine Stellvertreterin Sabine Juner noch vor sechs Jahren nicht zu hoffen wagten: „Dass man zum 100-Jährigen schuldenfrei ist. Aber wir sind schuldenfrei“, verkündete Belzer freudenstrahlend in seiner Begrüßung.Bereits zum 75-jährigen Bestehen hatte Wirtschaftspädagoge und Schriftsteller Erich Dauenhauer aus Münchweiler die Laudatio gesprochen. Auch 25 Jahre später war er wieder Festredner. Er habe selbst einmal als Jugendlicher hier gekickt. An einen „Höhepunkt“ der Vereinsgeschichte erinnerte Dauenhauer: An das Spiel im Jahr 1923, als Münchweiler gegen den FCK in Kaiserslautern mit 3:1 gewann. Dass der Verein 100-jähriges Bestehen feiern dürfe, das sei auch den unzähligen Ehrenamtlichen, „den stillen Stars“, im Hintergrund zu verdanken, betonte der Festredner. In diesem Zusammenhang kritisierte Dauenhauer die Spitzeneinkommen der Profikicker im vergleich zu den Amateuren, wo sich eine Kluft auftue, die noch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen werde.
Dauenhauer bezog sich auch auf das Grußwort von Bundestrainer Joachim Löw im FCM-Festbuch, worin er das Fußballspiel als „Kitt der Gesellschaft“ bezeichnet. „Prägend dabei ist in Geschichte und Gegenwart das Bestreben, den Mitgliedern nicht nur eine sportliche Heimat zu bieten, sondern auch einen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem Freundschaft und Gemeinschaft gelegt und gepflegt werden“, schreibt Löw.

„Das Vereinsleben hat den Menschen nach dem Krieg wieder Halt gegeben“, zog Dauenhauer Bilanz. Fußball sei Magie, Fußball sei eine Black-Box, die niemals ganz zu durchschauen sei, Fußball löse Emotionen aus: „Keine andere zivile Macht bewegt so viele Millionen Menschen wie König Fußball.“ Und hier gelte es einem Verein zu gratulieren, dem es trotz Höhen und Tiefen gelungen ist, den Menschen Freude zu bereiten, ihnen zu vermitteln: „Ihr gehört dazu.“

DFB-Vizepräsident Drewitz hatte gleich mehrere Gratulationsgeschenke mitgebracht: Eine DFB-Plakette, die Urkunde zum 100-jährigen Jubiläum, 500 Euro in bar und einen Gutschein zur Jugendfortbildung. 100 Jahre seien schon „etwas Gewaltiges“, so Drewitz, der schmunzelnd auf die Parallelen zwischen den Münchweiler Vereinsfarben schwarz-gelb und denen des SWFV aufmerksam machte. Lobend erwähnte der DFB-Vize, dass der FCM vier Schiedsrichter stelle: „Das ist eine tolle Geschichte.“ Er erinnerte an all die historischen, positiven und negativen Ereignisse der Vereinsgeschichte, die der FCM überstanden habe. „Das ist eine riesige Leistung, die hier erbracht wurde.“ Der Verein biete neben dem Sport, auch eine soziale Heimat.

Grußworte kamen auch von Verbandsbürgermeister Werner Becker, der den Verein als „wichtigen Bestandteil des Gemeinschaftslebens“ hervorhob. Zu den Gratulanten gehörten auch Pfarrerin Susanne Dietrich von der protestantischen Kirchengemeinde, die erste Beigeordnete Ulrike Kästner und andere Ortsvereine. (mt)

EHRUNGEN :

- Verbandsehrennadel des Südwestdeutschenfußballverbandes in Bronze: Matthias Belzer, Edmund Emrich, Hans Georg Durm, Hanno Juner, Rüdiger Wolfer, Rudi Stark, Georg Visse, Franz Wadle und Siegfried Werstler.

- Ehrenmitglieder des FCM: Hugo Dausmann, Richard Dausmann, Paul Durm, Winfried Kehrwald, Christoph Michelbach, Karl Merkle, Edmund Schaf, Karl Burkhard und Albert Ziegler. - Ehrenmitgliedschaft: Erich Dauenhauer.


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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 214
Montag, den 15. September 2014
Seite 23


„Do is Musik drin“

Münchweiler: Umzug zieht am Sonntag bei tollem Wetter viele Zuschauer an

Mit einem großen Jubiläums-/Kerweprogramm feierte der Musikverein (MV) und Blaskapelle Münchweiler sein 90-jähriges Bestehen über das Kerwewochenende.

Diverse befreundete Musikkapellen und Livebands ließen das feiernde Dorf und den Jubelverein hochleben. Die „hauseigenen“ Straußbuben des Musikvereins wussten stets, wem die Kerwe ist, nämlich „unser“. Am Kerwewochenende glückte der Spagat zwischen dem traditionellen Kerweausgraben und der zünftigen Hüttengaudi einerseits sowie einer würdevolle Totenehrung am Denkmal und einem festlichen Feldgottesdienst im Bürgerpark mit Pfarrer Berthold Koch sowie den Mitwirkenden der Musikkapelle, dem MGV „Harmonie“ und den Jagdhornbläsern aus Schulzendorf andererseits.Höhepunkt von Jubiläum und Kerwesause war der Musikfestzug am Sonntagnachmittag. Bei tollem Wetter hatten die Kapellen den zahlreichen Zuschauern so manches musikalische Bonbon zu bieten. MV-Vorsitzender und Cheforganisator Andreas Bischoff stellte mit launigen Worten die einzelnen Kapellen vor, die durch die Dorfstraßen zogen . Die obligatorische Kerweredd im Bürgerpark durfte anschließend natürlich nicht fehlen.
Den traditionellen Kerweabschluss setzte dann der Hundesportverein mit einem „Grumbeerebrode“ am Montag. (mt)

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 209
Dienstag, den 9. September 2014
Seite 17


Erstmals wieder Straußbuwe dabei

Münchweiler: Musikverein feiert 90. Jubiläum zur Kerwe

In Münchweiler fallen am Wochenende zwei Feste zusammen: Das 90. Jubiläum des Musikvereins und die Kerwe. Daher hat der Musikverein (MV) von Freitag bis Montag ein großes Kerweprogramm auf die Beine gestellt. Erstmals seit 25 Jahren gibt es auch wieder Straußbuwe dabei.

Der Grundgedanke für die aufwendige Veranstaltung war, anlässlich des Jubiläums den alten Kerwebrauch wiederzubeleben. Man möchte für die Zukunft neue Anreize schaffen: Die Straußbuwe – elf Jungmusiker des MV – treten gleich am Freitag in Erscheinung. Um 19 Uhr, pünktlich zum Fassanstich, steht für sie die Eichung an. Danach (20 Uhr) graben die Straußbuwe die Kerwe an der „Briggebach“ (Rodalb) aus und lassen sie hochleben, ehe es auf den Kerwerock mit der MV-Band „Six in Line“ geht.Viel Musik steht am Samstag vorm Bürgerhaus auf dem Programm: Ab 11 Uhr spielen verschiedene Musikgruppen, während die Straußbuwe nachmittags mit ihrem Kerwewagen auf Dorfrunde gehen. Abends lädt der MV zur „Pfälzer Hüttengaudi“. „Es wird gewünscht, dass unsere Besucher in Tracht im Bürgerhaus erscheinen; das war letztes Jahr schon klasse“, sagt MV-Vorsitzender Andreas Bischoff.
Ein besonderer Stellenwert kommt dem Sonntag zu: Um 9 Uhr findet am Denkmal eine Totenehrung für gefallene und verstorbene Mitglieder des Musikvereins statt. Mit dem Läuten zum Gottesdienst wird die Musikvereins-Kapelle mit der Abordnung des örtlichen Schützenvereins sowie Fahnenabordnungen der Vereine, den Ehrenzügen der Feuerwehr und dem Gast-Blasorchester aus Brandenburg zum Bürgerpark marschieren, wo es einen Feld-Festgottesdienst geben wird.

Ab 14 Uhr zieht ein Umzug von der Lazarett- durch die Prinzregentenstraße zum Bürgerhaus. Sechs Musikkapellen, Ehrenmitglieder in einer Kutsche, Oldtimer, Spielmannszüge und die Straußbuwe mit ihrem geschmückten Wagen sind dabei. Dazu wünscht sich der Musikverein volle Straßen: „Es wäre toll, wenn die Anwohner ihre Häuser beflaggen würden“, sagt Bischoff. Am Bürgerhaus gibt es dann die „Kerweredd“. Den Sonntag gestalten Musikverein und Fußballclub, der in diesem Jahr 100. Geburtstag feiert, gemeinsam.

„Die Kerwe mit Jubiläum soll ein Fest für das ganze Dorf sein,“ betonen die Verantwortlichen. Man will die Kerwe stärken und andere Vereine animieren, es im nächsten Jahr vielleicht auch zu probieren.
Am Montag klingt die Kerwe beim „Grumbeerbrode“ des Hundesportvereins aus. (mt)


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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 205
Donnerstag, den 4. September 2014
Seite 16


Musikverein - Hans Braun seit 40 Jahren Musiker

Der Musikverein 1924 Münchweiler beließ es nicht bei einer besonderen Ehrung anlässlich seines Jubiläumskonzertes Mitte Oktober. Im Rahmen eines zusätzlich eingefügten Festbankettes in Würdigung des 90. Jubiläums, verlieh der Vorsitzende Andreas Bischoff gemeinsam mit dem Vertreter des Kreismusikverbandes Pirmasens-Zweibrücken, Gerhard Nikolaus, an viele aktive Musiker Auszeichnungen. Die höchste Ehrung erhielt Hans Braun mit der Ehrennadel und dem Ehrenbrief des Landesmusikverbandes für 40-jähriges aktives Musizieren. Mit der goldenen Vereinsnadel und Ehrenurkunde wurden für 40-jährige Mitgliedschaft Hans Braun, Wilfried Ernst (fehlte krankheitsbedingt), Günther Dengel und Alexander Wadle ausgezeichnet.Andreas Bischoff brachte den Gästen mit kleinen Anekdoten die Entwicklung des Vereins von der Gründung bis zur Gegenwart näher. Viel Begeisterung gab es bei der Aufführung der gesammelten Filme aus der Zeit zwischen 1959 und 2013, die Bischoff zusammengetragen hatte. Hier hatten die Besucher die Möglichkeit, die Geschichte des Vereins und speziell die Entwicklung in den letzten zehn Jahren anhand bewegter Bilder sehen und hören zu können.

EHRUNGEN:

  • Jugendehrungen für fünf Jahre: Sophia Glade, Annika Buchheit, Kathrin Buchheit, Sebastian Kölsch; für zehn Jahre: Philipp Schwinzer, Janine Dausmann, Christoph Ehrhard, Julia Kehrwald, Alexander Schwarz.
  • 40 Jahre aktives Musizieren: Hans Braun
  • Mehr als 25 Jahre Mitglied (Ehrenurkunde und Vereinsnadel in Silber): Peter Hartl
  • Mehr als 40 Jahre Mitglied (Ehrenurkunde und Vereinsnadel in Gold): Hans Braun, Wilfried Ernst, Günther Dengel und Alexander Wadle. (mt)

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 258
Freitag, den 7. November 2014
Seite 16


Förderverein Kindergarten Max und Moritz

Mehr als 7000 Euro für Kindergarten.
Der Förderverein Kindergarten Max und Moritz bestätigte Mark Seither als seinen Vorsitzenden. Im Elternbeirat wurde Kristin Christ als Vorsitzende gewählt. Bei seinem Jahresrückblick erinnerte Seither an die Aktivitäten des Förderkreises. So wurde ein Konvektomat für die Küche für 5800 Euro angeschafft. Für zwei Laptops wurden 1000 Euro investiert; für Geschenke an Ostern und Weihnachten, für Ausflüge und Wassergewöhnung wurden nochmals 800 Euro ausgegeben. Mit einem guten Gewinn konnte die Teilnahme am Kienholzfest verbucht werden. Auch beim diesjährigen Sommerfest war man mit dem erzielten Erlös sehr zufrieden, betonte Seither. Insgesamt gestaltet sich die Finanzlage des Förderkreises als „sehr zufriedenstellend“ war zu vernehmen. Ins Auge gefasst hat man ein neues Spieleland, speziell für die Marienkäfer-Gruppe. Hier spreche man von einem Projekt „10.000 Euro plus“ sagte Seither.Der Vorsitzende dankte allen Mitstreitern. Ein besonderes Dankeschön erhielt Stephanie Riedel, die seit 20 Jahren, also seit der Vereinsgründung, Schatzmeisterin ist. Lobend hob Seither auch die gute Zusammenarbeit mit dem Elternausschuss hervor wo man „Hand in Hand“ miteinander etwas zum Wohle der Kinder bewirke. (mt)

Neuwahlen:

  • Förderverein Max und Moritz: Mark Seither Vorsitzender, Michael Gumbel zweiter Vorsitzender, Stephanie Riedel Schatzmeisterin, Melanie Quarz Schriftführerin, Sascha Bachert und Thomas Rauch Kassenprüfer.
  • Beisitzer: Anja Kornberger, Christopher Hunnell, Marion Gehrt, Ralf Lotz, Thorsten Wüst, Bernd Hermann, Tina Ochs, Carolin Weichhart, Sissi Heim
  • Elternbeirat: Kristin Christ Vorsitzende, Juliane Arnegger zweite Vorsitzende, Sabrina Eitel, Daniela Schlick, Melanie Bachert, Karin Schulz, Ansgar Volz, Jennifer Heumach, Bernd Hermann, Ronnie Kindler (mt)

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 258
Freitag, den 7. November 2014
Seite 16


Musikverein und Blaskapelle Münchweiler 1924 e.V. mit tollem Herbstkonzert

Es war ein klasse Herbstkonzert, eine beeindruckende musikalische Präsentation, die der Musikverein und Blaskapelle anlässlich seines 90jährigen Bestehens im Bürgerhaus den zahlreich erschienenen Zuhörern aufspielte. Der Vorsitzende des Jubelvereins, Andreas Bischoff übernahm wie üblich souverän die Moderation; am Dirigentenpult stand sein Sohn Christian Bischoff. Die zweite „Bischoff-Dirigenten-Generation“ im Musikverein ist längst „angekommen“.


Das Musikrepartoire umfasste Melodienen wie „Florentiner Marsch“, „An der schönen blauen Donau“, „Take Five“, „Blasmusik im Herzen“, „Herb Alpert Selection No.1“ und „Western Graffiti“ im ersten Programmteil. Nach der (Stärkungs)Pause ging es weiter mit „Tannhäuser: Einzug der Gäste auf der Wartburg“; „In the Mood“, „Flower Power Selection“, „Grönemeyer“, „Wir Musikanten“ und „Das gibt’s nur einmal“. Dass ohne Zugabe die Musiker nicht von der Bühne herunter durfte, versteht sich fast von selbst. Der Jubiläumsabend war ein voller Erfolg für alle Zuhörer und alle aktiven Musikanten. mt/Foto:Teuscher

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Blick ins Gräfensteiner Land Ausgabe 43/2014
Donnerstag, den 23. Oktober 2014 
Seite 10


Radlader und Muskelkraft

Arbeitseinsatz im Bürgerpark mit schwerem Gerät

Zehn Tonnen Wasserbausteinen, 3,5 Kubikmetern Beton, vier Kubikmetern Schotter und drei Kubikmetern Splitt verbauten Timo Bäuerle (CDU), Michael Lehnert (SPD) und Felix Prehn , um den Weg zwischen den Teichen im Bürgerpark auf Vordermann zu bringen.

Der Grund für den Arbeitseinsatz war nicht die Kritik, die auf der Gemeinderatssitzung am Donnerstag aufkam. Die Bürger würden sich im Dorf nicht genug einbringen, hieß es da. Der Termin war allerdings schon lange vorher vereinbart worden. Darüber hinaus sei der Vorwurf nicht haltbar, waren sich Bäuerle und Lehnert einig. „Wir wehren uns gegen den Vorwurf, es werde nichts gemacht von den Leuten. Es gibt sehr viele – um keine Namen zu vergessen, listen wir jetzt niemand auf –, die sich um das Aussehen von Anlagen der Gemeinde ehrenamtlich kümmern“, widersprechen beide fraktionsübergreifend. Das zeige auch das Beispiel Bürgerpark: Ob Mähen von Streuobstwiesen oder Rasenflächen rund um den Teich, das Anlegen von Wanderwegen, Pflege des Denkmals und vieles mehr. Der Bürgereinsatz sei sichtbar und nicht strittig, betonen Lehnert und Bäuerle. Bäuerle war es gelungen, umsonst einen Großmäher von der Firma Köhler und Schmitt aus Waldrohrbach zu bekommen, womit er am Freitag einen großen Teil des Bürgerparks mähen konnte. Am Samstagmorgen ging es darum, den Weg zwischen den beiden Teichen auf Vordermann zu bringen. Unverbesserliche hatten die Teichrandbefestigung ins Wasser getreten.
Mit dem Radlader war Felix Prehn angerückt, dessen Vater (Tief- und Straßenbau) der Gemeinde häufiger Fahrzeuge und Gerätschaften „fer umme“ überlässt. Die drei Männer befestigten den Damm mit Beton, legten die Wasserbausteine verbandelt in das Betonbett. Dann wurde auf die Oberfläche zunächst Schotter, dann Splitt aufgetragen. „Jetzt ist der schmale Pfad wieder sicher und sollte auch halten“, sagten die drei nach getaner Arbeit. (mt)


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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 204
Mittwoch, den 3. September 2014
Seite 17


Silberne Ehrennadel für Bischoff

Während beim Herbstkonzert des Musikvereins in Münchweiler Christian Bischoff als Dirigent auf der Bühne stand, wurde seinem Vater Andreas Bischoff (rechts) von Stefan Maiß, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Pirmasens-Zweibrücken (Mitte), und von Kreisdirigent Kurt Hofmann (links) eine besondere Auszeichnung verliehen: Für 15-jährige Dirigententätigkeit erhielt Bischoff von der Bundesvereinigung deutscher Musikverbände (Stuttgart) die Silberne Ehrennadel. Sie sei Lob, Dank und Anerkennung für Bischoffs unermüdlichen Einsatz in Sachen Blasmusik, stellte Stefan Maiß bei der Auszeichnung heraus. mt/Foto:Teuscher

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 245
Mittwoch, den 22. Oktober 2014 
Seite 19


Hochaltar von St. Georg wird restauriert

Im Januar soll es losgehen – Bereits 1980 geplant – Ursprünglich eine andere Farbgebung

Was lange währt, wird endlich gut. Dieser Ausspruch passt zur Restaurierung des Hochaltars der katholischen Kirche St. Georg. Bereits 1980 wurde über eine Restaurierung gesprochen. Damals scheiterte sie an den Kosten. Nun soll es Mitte Januar 2015 doch los gehen. Bis Ostern könnte der Altar dann in neuem „alten“ Glanz erstrahlen. Kosten wird die Restaurierung 30.000 Euro.

Um 1980, in der Amtszeit des inzwischen verstorbenen Pfarrers Dieter Drechsler, gab es die ersten Bestrebungen, den Altar wieder auf Vordermann zu bringen. Sie scheiterten an den hohen Kosten von 60.000 Mark. Die Befürchtung seines Nachfolgers Pfarrer Berthold Koch, dass die damalige Kostenschätzung sich nunmehr in 60.000 Euro verwandelt (die RHEINPFALZ berichtete am 23. April 2010), hat sich nicht bestätigt. Wie Kirchenrechner Matthias Schwinzer nun mitteilte, sind die Kosten mit zirka 30.000 Euro angesetzt und gedeckelt auf maximal 33.000 Euro. Also liegt man doch bei den ursprünglich veranschlagten Investitionen.Eine Aktion „Messer“, die Koch angeregt hatte und bei der Küchenmesser mit Emblem des Altars verkauft wurden, brachte 2800 Euro in die Restaurierungskasse. Zusätzlich kam noch eine Spende von 2500 Euro hinzu. Aktionen wie Sandwich-Verkauf beim Kienholzfest, Erlöse aus Pfarr- und Patronatsfesten – alles wurde für die „Altarrenovierung“ gespart. Die Teilnehmerinnen des Frauen-Frühstückskreises spendeten dafür kürzlich noch 1000 Euro. Mittlerweile sei das Konto angewachsen und es fehlten zur Kostenschätzung nur noch einige tausend Euro, erklärte Matthias Schwinzer. Mitte Januar soll mit der Restauration begonnen werden und die Fertigstellung bis Ostern unter Dach und Fach sein, stellt der Kirchenrechner in Aussicht.
Die für die Restaurierung engagierte Sabine Scherer aus Landau hat bereits ihren „Stempel“ in der 120-jährigen Pfarrkirche hinterlassen. Sie habe die Kreuzigungsgruppe restauriert und sei somit keine Unbekannte in der Pfarrei, betonte Schwinzer. „Auf dem Altar ist eine Übermalung zu sehen. Sie ist nicht die Originalfassung. Der Altar soll wieder seine Originalfarbigkeit erhalten“, erklärte die Expertin auf Nachfrage. An etlichen Stellen fehlten auch sogenannte „Holz-Krabben“ und Kreuzblumen als Abschluss, die ebenfalls ersetzt würden. Diese Arbeiten übernimmt Andrea Woerner aus Schiltach, eine Bildhauerin. Bei sogenannten Krabben handelt es sich um eine emporkriechende Verzierung in Gestalt eines Blatt- oder Knollenornaments. Solche Krabben sind beispielsweise an Fialen oder Strebebögen in gotischen Bauwerken zu sehen. Kreuzblumen sind Knospen oder Blumen mit einem kreuzförmig angeordneten Blattwerk. Sie bilden den Abschluss an Türmchen oder Wimpergen, den Ziergiebeln beispielsweise über Fenstern (Quelle: www.kunstgeschichte.uni-kiel.de) .

Sabine Scherer vermutet, dass zwischen 1974/75 bereits Renovierungsarbeiten am Altar stattgefunden haben. Damals habe der Altar wohl einen anderen Altartisch erhalten. Denn heute sehe man, dass ein Viertel des Altars roter Sandstein sei. Der Tisch sei im neugotischen Stil bearbeitet und es könnte sein, so ihre Vermutung, dass der Altar zuvor anders gefasst gewesen sei. Die zu ersetzenden Krabben und Kreuzblumen würden bei den drei Giebeln der kleinen schmalen Türmchen fehlen. Die Sache sei diffizil, denn die Fassung müsse abgenommen, alle Teile müssten ganz vorsichtig wieder ergänzt und so gefasst werden, dass sie in der Originalfarbe wieder integriert werden können, erklärt Scherer.

Sie weiß, wovon sie spricht, denn im Vorfeld absolvierte sie schon Arbeitsproben am Altar. Dabei habe sie festgestellt, dass die ursprüngliche Farbgebung des Altars eine völlig andere und viel aufwendiger gewesen sei als die jetzige. An der Abendmahlszene habe sie den Kopf eines Jüngers bereits restauriert. „Der Altar war nicht grün, wie er jetzt erscheint, sondern es war eine rötliche Fassung“, erläutert die Expertin. Letztendlich trage auch eine starke Verschmutzung aus den vergangenen Jahrzehnten dazu bei, das Altarbild zu beeinträchtigen. Mit der Restauration soll sich das wieder ändern. (mt )

 

Der Hochaltar der Pfarrkirche St. Georg (oben) soll farbgetreu restauriert werden. Der Kopf eines Jüngers sticht farblich deutlich hervor (unten). Er wurde bereits restauriert. Die anderen sollen nun folgen. Fotos: Teuscher

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Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 245
Mittwoch, den 22. Oktober 2014
Seite 19


Verein mit vielen Namen

Musikverein und Blaskapelle Münchweiler feiert 90. Jubiläum – Kauf des Vereinsheims ein Höhepunkt

Der Musikverein und Blaskapelle Münchweiler feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Am 1. Januar 1924 wurde der Verein gegründet. Seitdem hat er mehr als einmal seinen Namen gewechselt.

Blättern wir etwas in der Vereinschronik, erfahren wir, dass der Lehrer Jakob Klotz den Musikverein mit Gleichgesinnten am 1. Januar 1924 aus der Taufe gehoben hat. Selbst arrangierte Theateraufführungen trugen in der Anfangszeit zur Beschaffung der ersten Instrumente bei. Dass der Verein bereits am 22. Februar 1924 ein Guthaben von stolzen 32 Billionen und einer Milliarde (294 Goldmark) angehäuft hatte, war weniger den Theateraufführungen als vielmehr der Inflation geschuldet.Im Laufe der Zeit schloss sich der Blaskapelle noch ein Streichorchester an, ehe der Krieg die Instrumente verstummen ließ. Erst am 6. September 1947 kam es zur Wiederbelebung. Doch längst war nicht alles eitel Sonnenschein. 1956 gründete Dirigent Hermann Groh mit anderen Musikern eine eigene „Musikvereinigung Eintracht“. Der Musikverein wiederum eröffnete seine Abteilung Spielmannszug. Der erste gemeinsame Auftritt von Musikverein und Spielmannszug war dann an Ostern 1957. Den Stab führte damals Alfons Wadle. Am 10. Januar 1958 wurde auch der Vereinsname an die neuen Gegebenheiten angepasst: „Musikverein und Spielmannszug Münchweiler a. d. Rodalb“. Es sollte nicht der letzte Namenswechsel bleiben.
Schon 1961 löste sich der Spielmannszug wieder auf, ehe ihn Gerhard Schäfer 1967 noch einmal aufleben ließ. Zwischenzeitlich schloss sich der Musikverein mit der Musikkapelle aus Merzalben zusammen – unter neuem Namen versteht sich. Taktstockführer der Kooperation „Musikvereinigung Gräfenstein“ war Kurt Streb.

Den Tiefpunkt erlebte der Verein mit nur noch sieben aktiven Mitgliedern Anfang der 70er Jahre. 1973 wurde dann die Blaskapelle Münchweiler gegründet. Bis Blaskapelle und Musikverein gemeinsame Wege gingen, sollten allerdings noch einige Jahre vergehen. Dazwischen lag eine weitere Namensänderung beim Musikverein: Seit Juli 2000 nannte sich der Verein „Kienholzmusikanten“, 2003 folgte die Ergänzung „Musikverein Kienholzmusikanten“.

2003 sah Gerhard Nikolaus, der damalige Vorsitzende der Kienholzmusikanten, dringenden Handlungsbedarf: Verstärkung musste her. Und die Musiker der Blaskapelle halfen aus. Andreas Bischoff war damals bei beiden Vereinen aktiv und Leiter der Blaskapelle. Nikolaus sah „nur Vorteile für eine Fusion“. Und auch Bischoff stellte fest: „Im Prinzip ist ein Zusammengehen auf Dauer die einzige Möglichkeit für beide Kapellen, am Leben zu bleiben.“ Schließlich hatte man schon 2002 ein gemeinsames Nachwuchsorchester gegründet. Die beiden sollten recht behalten. In der RHEINPFALZ vom 16. Dezember 2003 war zu lesen, dass die Kienholzmusikanten die Rechtsnachfolger des Musikvereins seien, die Blaskapelle die musikalischen Nachfolger. Im Februar 2004 wurde aus dem Musikverein „Kienholzmusikanten 1924“ und der „1. Blaskapelle Münchweiler“ schließlich der „Musikverein und Blaskapelle 1924 Münchweiler“.

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war der Erwerb des ehemaligen NCO-Clubs („de Club“) auf dem Gelände des früheren US-Hospitals im Juni 2004. Im Dezember folgte nach nur sechs Monaten die Einweihung des Schmuckstücks. Und das nachdem das Gebäude völlig entkernt und umgebaut wurde. Den Kaufpreis von 122.000 Euro konnte der Verein nur durch eine Kreditaufnahme stemmen. Seitdem ist kontinuierliche Schuldentilgung angesagt: 40.000 Euro an Verbindlichkeiten sind noch übrig.

Heute hat der Verein 180 Mitglieder. Die aktive Kapelle umfasst 32 Musiker. Dazu kommen fünf Jugendensembles: das Blechensemble „Keinholz“, die „jungen Kienholzmusikanten“, die „Big Band Theorie“, das Jugendorchester und die Schülerkapelle. Auch eine Freundschaft mit dem Tanz- und Blasorchester aus Schulzendorf (TBOS, Brandenburg) mit gegenseitigen Besuchen besteht.

Gesellschaftlich bietet der Verein neben Auftritten und Festen auch das beliebte „Kaffee im Club“. Momentan wirbt man mit der Bausteinaktion „do is Musik drin“ für die Erweiterung des Vereinsheimes mit Containern. Ein gut besuchtes Jubiläumsfest könnte die fehlenden Euros in die klamme Vereinskasse spülen. (mt)

Quelle

Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 204
Mittwoch, den 3. September 2014
Seite 17


Großbrand und Personenrettung

Jugendfeuerwehren üben den Ernstfall

Mit einer großen Jahresabschlussübung testete die Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde Rodalben ihre Einsatzbereitschaft. Simuliert wurde ein Großbrand bei der Steinmanufaktur Lithon-plus im Industriegebiet in Münchweiler. Neben der Brandbekämpfung musste der Nachwuchs eine eingeklemmte Person retten. Insgesamt waren 33 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren an der Übung beteiligt.

Um 14 Uhr sausten vergangenen Samstag Feuerwehrautos aus dem gesamten Verbandsgemeindegebiet mit Blaulicht und Martinshorn über die Industriestraße in Münchweiler. Mit Löschgruppen-, Tanklösch-, Tragkraftspritzen- und Mehrzweckfahrzeugen sowie Mannschaftstransportwagen kamen die Nachwuchs-Feuerwehrleute aus Münchweiler, Clausen, Donsieders, Leimen und Rodalben an den vermeintlichen Brandort. Schnell wurde die benötigten Schläuche ausgerollt und die Anschlüsse gesucht. Die einsatzbereite Jugend stemmte sich mit zahlreichen Strahlrohren dem Feuer entgegen.Drinnen in der Halle musst eine eingeschlossene Person gerettet werden. Diese Aufgabe entfiel auf die Abteilung aus Donsieders. Draußen brannten derweil Platten, und einer der Feuerwehrleute – ein Dummy – geriet unter umgestürzte L-Steine. Nun galt es den vermeintlichen Kameraden zu befreien. Hier kam die Jugend aus Rodalben zum Einsatz. Sie nahmen Hebekissen zu Hilfe, um den Dummy zu bergen. Dann wurde die befreite Person rasch dem Rettungsdienst übergeben.
Derweil löschten die Münchweilerer und Leimener Jugendfeuerwehrleute den Hallenbrand. Acht Löschtrupps ließen Wasser auf Dach und Außenwände regnen, damit das Feuer nicht auf das Dach eines anderen Gebäudes übergreifen konnte. Alle Aufgaben lösten die Jugendlichen mit Bravour.

Verbandsbürgermeister Werner Becker zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Löscheinsatz des Nachwuchses. „Es hat super gut geklappt“, zog er Bilanz. Die Ausbildungsstunden über das Jahr hätten sich gelohnt. Ein besonderer Dank ging an Einsatzleiter Markus Braun, der für die Koordination verantwortlich war. Der lobte die Feuerwerks-Firma Pyro 2000 aus Rodalben, die mit ihren Effekten „echte Gefahrsituationen“ simuliert habe. (mt)

Quelle

Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 229
Donnerstag, den 2. Oktober 2014
Seite 18